Posts mit dem Label schreiben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label schreiben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 17. Dezember 2012

Ein (verschenktes) Wintermärchen

Hello lovelies,


wie bereits erwähnt, möchte ich nochmal näher auf mein "Wintermärchen"-Geschenk eingehen.
Ich hatte bereits vor zwei Jahren meine Geschichte hier bei Blogger hochgeladen. Dieses Jahr wollte ich, dass sie auch meine Patienten zu lesen bekamen. Außerdem wollte ich schon immer mal mein eigenes, kleines Büchlein basteln^^


Also, hatte ich bei "butinette" Fotokarton bestellt und habe meine Geschichte im PC so formatiert, dass sie im DinA5-Format mit schicker Schrift ausgedruckt werden konnte. Das Ganze dann noch mit Nähfaden binden und als Büchlein zusammen kleben. Fertig!



Und dann eben noch vervielfältigen, schick verpacken und mit Schildchen kennzeichnen, wer was bekommt.


Es war ziemlich viel Arbeit, hat aber richtig Spaß gemacht, weil man sieht, wie etwas entsteht - vor allem, weil ich ALLES ganz allein gemacht habe^^


So long,
Sandy

Mittwoch, 5. Januar 2011

Minuette

Ich habe bereits mit meinem Projekt "Minuette" angefangen. Es ist zwar noch nicht viel, aber immerhin steht die Skizze für das erste Bild.

I started my project "Minuette". It's not much but I've got the first scetch.


Ich wollte das erst als Basis für meine Aquarell-Coloration nehmen, aber das waren mir dann doch zu viele Bleistift-Linien. Jetzt ist es eine gute Vorlage fürs eigentliche Bild geworden^^

I actually wanted to use this as a base for the aqarell colouring but
there were too many pencil lines for that. Now it's a good reference for my final picture^^


Mittlerweile bin ich schon soweit, dass Minuette zu erkennen ist und der Vordergrund langsam Gestalt annimmt. Allerdings will ich keine Endbilder hier hochladen, weil ich schon gerne das Büchlein veröffentlichen möchte. Deshalb wird es erst nach einer Entscheidung komplette Bilder von "Die kleine Haselmaus Minuette" geben^^

Right now even Minuette gets visible and the forground is taking some shape. But I won't be uploading final pictures because I do want to get this little book published. That's why only after the decision I'll show you finished pictures of "The little dormouse Minuette"^^

Samstag, 18. Dezember 2010

Ein Wintermärchen


Sie tanzte, wirbelte umher, schwebte empor und stürzte herab.
Sie tanzte ohne Musik.
Es war ihr erster Auftritt, umringt von ihren Schwestern. Unerkannt in gleicher Tracht drehte sie sich mit ihnen.
Sie tanzte vor Freude.
Sie würde sie endlich richtig sehen. Würde ihnen nahe kommen und sie zum lachen bringen.
Was hatte sie nicht alles von der großen Welt gehört. So lang war die Wartezeit gewesen. Manchmal war das Jauchzen bis zu ihr gedrungen. Die Alten erzählten, dass es knirschte, wenn die Menschen durch die frisch gedeckte Landschaft stapften. Ihre Schwestern berichteten von klirrenden Eiszapfen, in denen sich das Sonnenlicht brach und bunte Reflexionen warf. Weiße Wölkchen dampften aus den Mündern der Menschen und malten Kringel in den Wind. Schornsteine rauchten, Kerzen glommen. Hinter klaren Scheiben saßen Kinder und beobachteten die Kunstwerke der Schwestern, die sie an die Fenster zauberten. Bald würde sie alles selbst erleben.
Sie kreiselte dem großen Weiß entgegen, voller Erwartungen. Aus der gleichförmigen Masse tauchten plötzlich dunkle Formen auf. Tannen wuchsen in den Himmel. Einige ihrer Wegbegleiter ruhten sich auf ihnen aus. Weiter unten entdeckte sie eine andere Silhouette. Aufgeregt hüpfte sie zwischen ihren Schwestern umher. Sie konnte ihr Glück kaum fassen.
Ein Mensch!
Direkt vor ihr. Nichts würde ihre Begegnung aufhalten. Es würde nicht mehr lange dauern.
Komisch sah er aus. Was machte er da? Schlief er? Er lag ausgestreckt auf der weichen Decke, die ihre älteren Schwestern unter ihm ausgebreitet hatten. Sie berührte seinen braunen Wuschelkopf. Die steifen Haare piekten. Glitzerten Menschen?
Sie purzelte durch sein Locken, kullerte seine Stirn hinab und kam auf seiner Nasenwurzel zum Halten. Ein blasses Gesicht. Seine Wimpern schimmerten weiß. Menschen sahen so nicht aus! Man hatte ihr berichtet, dass sie rosige Haut hatten. Etwas stimmte nicht. Er war viel zu kalt. Die Schwestern, die sie begleitet hatten, deckten ihn fürsorglich zu. Er sollte aufwachen und sich bewegen. Sie stupste ihn an, doch er rührte sich nicht. So sollte ihre erste Begegnung nicht ausfallen.
Lustig hatte sie es sich vorgestellt. Das hier war traurig. Keine lachenden Gesichter, keine haschenden Hände. Der weite Weg umsonst. Dieser Mensch würde sie nicht einmal sehen, nicht spüren. Er war viel zu kühl, um etwas zu fühlen.
Sie rutschte auf seine Nasenspitze und sah hinab. Seine Lippen zitterten. Warum freute er sich nicht über die weiße, glitzernde Pracht? Ihre Schwestern hatten sich viel Mühe gegeben. Jetzt weinten sie. Glasklare Tropfen perlten von seinem Umhang. Allein mit dem unbeweglichen Menschen machte es keinen Spaß. Traurigkeit überkam sie. Einer silbernen Träne gleich floss sie über seine rote Nasenspitze, verweilte einen Moment.
Ob sie ihn zum Lachen bringen konnte, wenn sie ihn kitzelte?
Seine Nase zuckte. Er nieste. Sie flog – ohne zu tanzen, aber voller Glück. Er war erwacht.



********************************************************
Vielleicht stört euch der Schnee jetzt nicht mehr ganz so doll^^